Auf dem Tempelhofer Feld

Foto: © Mike Wolff


Durch Berliner Unternehmen und Persönlichkeiten wurde die Deutsche Tinnitus-Stiftung Charité im August 2011 errichtet. In zweijähriger konzeptioneller Vorbereitung hatte ich als Stiftungskoordinator die Grundlagen geschaffen. Ich wurde danach zum Geschäftsführer bestellt. Vorstandsvorsitzende ist Prof. Dr. med. Birgit Mazurek, die Direktorin des Tinnitus-Zentrums Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der hochkarätig aus Medizinern und Unternehmern zusammengesetzte Stiftungsrat leitet die Stiftung. Zum fünfjährigen Jubiläum konnte ein Kuratorium eingerichtet werden, dem derzeit elf herausragende Perönlichkeiten des öffentichen Lebens angehören.

 

Zum einen soll die Stiftung Projekte zur Erforschung von Tinnitus finanzieren und die internationale Wissenschaftskommunikation beschleunigen. Gesucht wird nach der Erklärung der Ursachen von Tinnitus sowie nach aussichtsreichen Möglichkeiten der Therapie. Allein in Deutschland leiden etwa elf Millionen Menschen temporär oder bleibend an Tinnitus und/oder Hörstörungen!

Die benötigten finanziellen Mittel werden durch Fundraising eingeworben. Die Stiftung bittet um Spenden und organsiert Kooperationen mit Unternehmen, mit Stiftungen und mit Versicherungsträgern. Im Frühjahr 2014 hat die Stiftung den Tinnitus-Weltkongress ITS14 veranstaltet, der von 550 WissenschaftlerInnen besucht wurde. Im Herbst 2018 werden wir den Inner Ear Biology Weltkongress ausrichten. Jährlich führen wir In Zusammenarbeit mit dem Tinnitus-Zentrum Charité einen internationalen Forschungs- und Weiterbildungskongress durch.

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Der erste Stiftungsrat
Foto: © Deutsche Tinnitus-Stiftung Charité

Zum andern aber versteht sich die Stiftung dezidiert als Gesundheits-Stiftung, so dass wir uns auch in der Prävention engagieren. Besonders sorgen wir uns um junge Menschen. Inzwischen leiden bereits viele 11-14 Jährige an Ohrgeräuschen, die oft mit signifikanten Hörverlusten einhergehen. Unternehmen, die sehr hohe Hör-Anforderungen stellen müssen, berichten zunehmend über Nachwuchs-Probleme. Da eine Hörminderung irreversibel ist und bei weiterer Belastung immer noch weiter anwächst, baut sich hier, weithin unbeachtet, ein gesundheitliches Mega-Problem auf.

Für die Präventionsarbeit mit jungen Menschen haben wir in den vergangenen fünf Jahren ein zielgruppengerechtes Interventionsmodell entwickelt: Mit geschulten jungen Volunteers sind wir auf Musik-Festivals und auch bei Bundesligaspielen präsent, suchen dort das Gespräch mit den Gästen und bieten Ohrschutz an. In der Saison 2016 waren wir auf neun Großevents haben an mehr als 20 kleineren Events mitgewirkt, die insgesamt von etwa 400.000 Menschen besucht wurden; wir haben dabei 36.500 Paar Gehörschutzstöpsel verteilt. Vor allem aber konnten unsere 75 Freiwilligen, die aus ganz verschiedenen Herkunftsländern stammen, viele Tausend kleiner Aufklärungsgespräche führen.

Inzwischen gilt unsere Kampagne unter dem Claim „Ich höre was, was du nicht hörst“ als beispielgebend. Wir wollen deshalb diese Prävention bundesweit anbieten. Dazu benötigen wir Spender und Sponsoren, und wir suchen die Kooperation mit Krankenkassen. Derzeit arbeiten wir an einem multimedialen Lernprojekt "Leisere Schule". Welche großartige Resonanz wir aus der Zielgruppe erhalten haben, zeigt sich auf Hunderten von Gesichtern, die wir auf unserer facebook-Seite veröffentlichen durften.

 

Um den institutionellen Ausbau der bislang weithin durch ehrenamtliches Engagement aufgebauten Stiftung zu ermöglichen, haben wir einen Kreis der Förderer ins Leben gerufen: Unternehmen engagieren sich mit mindestens 1.500 Euro p.a., Privatpersonen mit mindestens 500 Euro jährlich.

Konto bei der Berliner Volksbank:
IBAN: DE31 1009 0000 7017 0170 17    BIC: BEVODEBB
Zuwendungsbestätigungen werden gerne ausgestellt.


Über die fortlaufende Arbeit der Stiftung informieren die zweisprachige Website sowie der Newsletter.


Gerne können Sie direkten Kontakt aufnehmen unter +49 30 85732686 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Dianne Reeves, Botschafterin des
Tinnitus-Weltkongresses ITS14, im Gespräch
Foto: © Deutsche Tinnitus-Stiftung Charité


Berlins ehemaliger Bürgermeister Klaus Wowereit informiert sich über die Stiftung
Berlins damaliger Regierender Bürgermeister
KlausWowereit informiert sich über die Tinnitus Stiftung
Foto: © Marco Urban





Mit einigen Volunteers auf dem Melt!-Festival 2015
Foto: © Deutsche Tinnitus-Stiftung Charité




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